Hersteller physischer Produkte stehen heute vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits verlangen Konsumenten und die Gesetzgebung immer mehr Transparenz über die Herkunft, Materialien und den Lebenszyklus von Produkten. Andererseits erschweren fragmentierte Daten und mangelnde Kommunikationskanäle zum Endnutzer eine effektive Umsetzung dieser Anforderungen. Lange bevor ein Produkt repariert, recycelt oder zurückgegeben wird, fehlt oft der direkte Kontakt zum Nutzer, was nicht nur Servicebrüche verursacht, sondern auch wertvolle Chancen zur Kundenbindung und Wertschöpfung ungenutzt lässt.
Die Einführung des Digitalen Produktpasses (DPP) durch die EU-Regularien wie die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) wird diese Situation grundlegend verändern. Der DPP ist nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern bietet die Möglichkeit, das Produkt von einem statischen Objekt in einen dynamischen Informations- und Interaktionspunkt zu verwandeln.
Wer nach den besten Alternativen zu info.link sucht, findet in diesem Vergleich eine aktuelle Übersicht führender Anbieter von Digitalen Produktpässen – egal, ob es um die schnelle und rechtssichere Erfüllung von EU-Vorgaben geht oder um zusätzliche Funktionen wie Nutzerinteraktion, Markenbindung oder tiefere Systemintegration.
Die hier vorgestellten Top info.link Alternativen 2025 überzeugen mit erweiterten API-Funktionen, interaktiverem Frontend oder stärkerem Fokus auf Endkundenerlebnis. Sie bieten zum Beispiel Self-Service-Onboarding, GS1-basierte Datenmodelle mit erweitertem Funktionsumfang oder modulare Erweiterungen für Service und Marketing – und helfen Unternehmen dabei, die passende DPP-Plattform für ihren individuellen Anwendungsfall zu finden.
💡 Technische Begriffe, die kursiv geschrieben sind, werden unten im Glossar erklärt.
IIn den folgenden Tabellen wird info.link anhand zentraler Kriterien mit anderen führenden Anbietern von Lösungen für den Digitalen Produktpass verglichen. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie eine info.link Alternative mit erweiterter Funktionalität, stärkerem Fokus auf Nutzerinteraktion oder höherer Skalierbarkeit suchen.
Technologie-Stack & Branchenfokus
Datenmodell-Kompatibilität & Schnittstellen
UX & Datenschutzkonformität
Reifegrad & Skalierbarkeit
Zielgruppen & Preistransparenz

info.link, mit Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, wurde 2021 gegründet und hat eine starke Unterstützung von Anwaltskanzleien und GS1 Germany im Hintergrund. Das Unternehmen zielt auf Konsumgüterhersteller und Marken aller Branchen ab, die rasch EU-konforme Produktinformationen bereitstellen müssen.
Technologische Basis: Die Cloud-SaaS-Plattform ist für „Digitale Labels“ optimiert. Sie nutzt nativ GS1 Digital Link und integriert die QR-Code-Generierung direkt im System, ohne Blockchain.
Kernfunktionen: info.link ermöglicht die One-Click-Erstellung digitaler Produktpässe mit automatischer GTIN-Prüfung über Verified by GS1. Eine Modul-Bibliothek mit über 50 vorgefertigten Inhaltsmodulen (z.B. Zutatenliste, Recyclinginfo, CO2-Fußabdruck) ist verfügbar. Die Plattform bietet Branding-Optionen, automatische Übersetzung in über 20 Sprachen und zukunftssicheres QR-Code-Management.
Alleinstellungsmerkmale: Das Leitprinzip ist „Compliance-as-a-Service“: info.link wurde mit Kanzleien entwickelt, um stets den neuesten EU-Vorschriften zu entsprechen. Ein starkes Template-System ermöglicht einen schnellen Start und die Integration in bestehende Datenflüsse (PIM, CSV, GDSN) reduziert manuellen Aufwand.
Stärken:
Schwächen:
Alleinstellungsmerkmale: info.link steht für einen kompromisslosen Compliance-First-Ansatz, der gemeinsam mit Juristen und GS1 entwickelt wurde. Die Plattform ermöglicht es Herstellern, rechtskonforme Digitale Produktpässe in wenigen Minuten zu erstellen – ohne IT-Projekt. Mit einer wachsenden Modulbibliothek, automatisierter GTIN-Verifizierung (Verified by GS1) und nahtloser PIM-Integration ist info.link besonders stark, wenn Sicherheit, Geschwindigkeit und regulatorische Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen.
Zielgruppen: Konsumgüterhersteller und Marken aller Branchen, die schnell EU-konforme Produktinformationen bereitstellen müssen, insbesondere Produktmanager und Regulatory Affairs Manager.

Narravero, mit Sitz in Münster, Deutschland, hat seit 2013 am Konzept gearbeitet und die Plattform 2019 gelauncht, mit offizieller Firmengründung 2022. Das Unternehmen zielt branchenübergreifend auf herstellende Unternehmen und Marken ab, die Transparenz und Interaktion über den Produktpass schaffen wollen.
Technologische Basis: Die SaaS-Plattform basiert auf einer proprietären modularen Architektur. Sie nutzt interaktive Web-Apps, die beim Scannen in Echtzeit geladen werden, und einen Integrations-Hub für Schnittstellen zu ERP, PIM und Onlineshops. Eine Blockchain-Komponente ist optional über Crossmint integriert, um Pässe als tokenisierte Nachweise (NFTs, Verifiable Credentials) zu sichern.
Kernfunktionen: Narravero bietet eine End-to-End-DPP-Lösung von der Datensammlung bis zur Endkunden-Interaktion, gegliedert in DPP Strategy & Compliance, Data & Traceability, Content Studio, as Touchpoint, in Production und Lifecycle. Die Pässe funktionieren ohne separate Apps oder Logins und sind interaktiv, nutzbar auch als Marketingkanal für Cross-Selling oder Leadgenerierung.
Alleinstellungsmerkmale: Ein ganzheitlicher Ansatz, der Technik, Inhalt und Strategie abdeckt, macht den DPP zu einem Mehrwert statt nur einer Pflicht. Die Verschmelzung von Marketing-Funktionalität mit dem Produktpass ist einzigartig, indem Pässe zu „sprechenden Produkten“ werden. Hohe Skalierungsnachweise und eine nutzerzentrierte UX ohne Logins zeichnen das System aus.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Herstellende Unternehmen und Marken, die sowohl Compliance als auch Marketing vereinen möchten, insbesondere Innovations- und Digitalisierungsverantwortliche im Mittelstand und Konzern.

sqanit, mit Sitz in München, Deutschland, wurde 2018 gegründet und konzentriert sich darauf, Herstellern die Erfüllung der aufkommenden EU-Regulierungen für den Digitalen Produktpass (DPP) zu ermöglichen und diesen gleichzeitig als Kanal für Kundenerfahrung und Serviceverbesserung zu nutzen. Die Lösung richtet sich an ein breites Spektrum an Branchen, insbesondere an Hersteller von komplexen oder konsumentenorientierten Produkten.
Technologische Basis: Die moderne, Cloud-native SaaS-Plattform wird als Progressive Web App (PWA) bereitgestellt. Dies ermöglicht Nutzern den Zugriff auf den DPP und zugehörige Support-Tools direkt über einen QR-Code oder NFC-Tag, ohne App-Download oder Login. Das System ist API-first und nutzt Standard-Webtechnologien, was die Integration von Daten aus bestehenden ERP-, PLM- und CRM-Systemen erleichtert und oft ohne großen IT-Aufwand umsetzbar ist – vor allem in der Anfangsphase.
Kernfunktionen: sqanit hilft Unternehmen, alle erforderlichen Produktdaten gemäß EU-Vorschriften zu erfassen und konforme DPPs zu generieren. Die Plattform bietet zudem interaktive Funktionen wie einen KI-gestützten Chatbot, AR-Video-Call-Unterstützung für die Fernwartung und ein integriertes Ticketsystem. Nutzer können über einen QR-Code direkt auf den DPP und Support-Tools zugreifen.
Alleinstellungsmerkmale: Die Lösung ermöglicht Nutzern den Zugriff auf den DPP direkt über einen QR-Code, ohne App-Download oder Login. Die Integration von Daten aus bestehenden Systemen ist oft ohne großen IT-Aufwand umsetzbar. Dieser benutzerzentrierte Ansatz führt zu einer Reduktion der Lösungszeit für Supportanfragen und der Servicekosten.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Hersteller von komplexen oder konsumentenorientierten Produkten, die den DPP strategisch für Compliance und zur Kundenbindung sowie Serviceverbesserung nutzen möchten.

Arianee, mit Hauptsitz in Paris, wurde 2017/2018 gegründet und konzentriert sich auf die Luxus- und Modeindustrie, weitet sich aber auch auf Gebrauchsgüter wie Elektronik aus.
Technologische Basis: Das System basiert auf einem Blockchain-Protokoll (Ethereum/EVM-Basis) und nutzt eigene ARIA20-Token. Es bietet eine offene Open-Source-Infrastruktur und Enterprise-SaaS-Lösungen. Tokenisierte Digitale Zwillinge (NFT-basierte Produktpässe) ermöglichen Authentifizierung und Eigentumsverwaltung.
Kernfunktionen: Neben der Authentifizierung und Eigentumsverwaltung bietet Arianee APIs zur Integration und zum Auslesen der Pässe. Post-Sale-Services wie die Dokumentation von Reparaturen, Weiterverkauf, Leihe oder Recycling können im Pass hinterlegt werden. Es dient auch der Kundenbindung durch einen Direktkanal zum Endkunden für personalisierte Inhalte und Treueprogramme.
Alleinstellungsmerkmale: Arianee ist ein Web3-Pionier in der Luxusbranche, der früh auf NFT-Pässe setzte. Die Kombination aus Open-Source-Protokoll und kommerzieller SaaS bietet ein offenes Ökosystem und schlüsselfertige Services. Ein starker Fokus liegt auf Datensouveränität und Dezentralisierung.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Ideal für Luxus- und Modemarken, die eine direkte Kundenbeziehung pflegen und NFT-Pässe als innovativen Service nutzen möchten, um Echtheit zu untermauern und die Kundenbindung zu stärken.

Circularise, mit Sitz in Den Haag, Niederlande, wurde 2016 gegründet. Der Fokus liegt auf der Kreislaufwirtschaft, insbesondere in der Kunststoff- und Chemieindustrie, Automotive und Batterien, wo Materialherkunft und Recyclingnachweise erforderlich sind.
Technologische Basis: Das System basiert auf einer Blockchain-Plattform (öffentlich bzw. konsortial) zur unveränderlichen Audit-Trail-Speicherung. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die patentierte „Smart Questioning“-Technologie, die auf dem Zero-Knowledge-Prinzip basiert, um vertrauliche Daten selektiv abzufragen, ohne Geschäftsgeheimnisse offenzulegen.
Kernfunktionen: Material- und Lieferketten-Traceability von Rohstoffen bis zum Endprodukt wird fälschungssicher auf der Blockchain dokumentiert. Die Plattform ermöglicht das Teilen von Nachhaltigkeitsdaten wie CO2-Fußabdrücke, Recyclinganteile und Zertifikate entlang der Kette. Die „Smart Questioning“-Technologie gewährleistet Vertraulichkeit, während Compliance- und Nachhaltigkeitsaussagen verifiziert werden können.
Alleinstellungsmerkmale: Der Geheimnisschutz bei der Datenteilung durch Zero-Knowledge-Ansätze ist ein einzigartiges Merkmal. Circularise hat einen starken Nachhaltigkeitsfokus und erhielt EU-Förderung für Kreislaufwirtschaftslösungen, positioniert sich als Enabler für „produktübergreifende Kreislauf-Transparenz“.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Hersteller (OEMs) und Materiallieferanten in komplexen Lieferketten, insbesondere Nachhaltigkeits- und Supply Chain Manager großer Unternehmen, die Materialherkunft und Recyclingnachweise erbringen müssen.

Digital-Link, mit Hauptsitz in New York City, USA, wurde 2022 gegründet, profitiert aber von der Erfahrung des Teams im QR-Bereich seit 2009. Es zielt breit auf Konsumgüter und Handel ab, insbesondere FMCG, Bekleidung, Kosmetik und Elektronik-Verpackungen, wo produktbezogene Verbraucherinformationen und EU-Compliance erforderlich sind.
Technologische Basis: Die Plattform ist eine 100% Cloud-basierte SaaS-Lösung, die den GS1 Digital Link-Webstandard (standardisierte URL-Formate für Produkt-IDs) als Rückgrat nutzt. Es gibt keine eigene Blockchain.
Kernfunktionen: Kernfunktionen umfassen das QR-Code-Management, einschließlich der Generierung von GS1 Digital Link-QR-Codes. Die Plattform erstellt automatisch produktindividuelle Landing Pages für den Digitalen Produktpass mit allen notwendigen Angaben (z.B. Inhaltsstoffe, Entsorgungshinweise) ohne Programmierung. Dynamische Inhalte und Redirects sind möglich, ebenso wie die Integration mit Produktdatenquellen und Massen-QR-Code-Erstellung.
Alleinstellungsmerkmale: Digital-Link zeichnet sich durch eine extrem niedrige Einstiegshürde mit einem Selbstbedienungsansatz und kostenlosem Plan aus. Es bietet hervorragende Preistransparenz durch öffentliche Staffelpreise. Der No-Code Page Builder ist speziell für Produktpässe und regulatorische Inhalte vorkonfiguriert, und die Plattform unterstützt Multi-Language Out-of-the-box.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Breite Unternehmenszielgruppe, von KMU bis Konzern, insbesondere Produktmanager, Marketing- und Compliance-Manager in Konsumgüter- und Handelsunternehmen.

EON, mit Hauptsitz in New York, USA, gegründet 2017, konzentriert sich strikt auf die Mode- und Textilindustrie, insbesondere nachhaltige Fashion, Luxus- und High Street-Labels.
Technologische Basis: Die EON Product Cloud ist auf Microsoft Azure gehostet. Sie verwendet IoT-fähige Identifikatoren wie RFID/NFC-Chips oder QR-Codes als physische Trigger an Produkten. EON nutzt keine eigene Blockchain, sondern setzt auf eine zentrale, aber offene Datenhaltung.
Kernfunktionen: EON bietet einen Digitalen Produktpass als „Digital ID“ für jedes Kleidungsstück, der ein Digital Birth Certificate (Stammdaten) und Digital Passport (Lebenszyklus-Events) enthält. Traceability wird durch die Integration von Herstellungs- und Lieferantendaten ermöglicht. EON ermöglicht Marken, direkt mit Kunden zu kommunizieren und Circular Commerce-Services wie Wiederverkauf oder Vermietung zu unterstützen.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Modemarken und Bekleidungshersteller (Luxus bis Fast Fashion), Retailer mit Eigenmarken, Innovations- und Nachhaltigkeitschefs, die Circular Economy Strategien umsetzen wollen.

https://www.ipoint-systems.com/
iPoint-systems, mit Hauptsitz in Reutlingen, Deutschland, wurde 2001 gegründet und ist international tätig. Es konzentriert sich auf Industrie und Fertigung mit hohem Compliance-Druck, insbesondere die Automobilindustrie, Elektro- und Elektronik, Chemie/Kunststoff sowie OEMs im Maschinenbau und Luftfahrt.
Technologische Basis: iPoint bietet eine modulare Enterprise-Software-Suite, die On-Premises-Lösungen und moderne Cloud-Services kombiniert. Der DPP wird als Solution Layer auf bestehende Datenbanken aufgesetzt. Es gibt keine eigene Blockchain im Kerneinsatz, der Fokus liegt auf zentraler Datenhaltung und Integrationsfähigkeit.
Kernfunktionen: Die Lösung bietet ein zentrales Datenmodell für Produktnachhaltigkeit und Compliance, das Informationen aus verschiedenen Quellen automatisiert sammelt und in einem standardisierten Pass konsolidiert. Es deckt alle relevanten Aspekte wie Materialzusammensetzung, CO2-Bilanz, Recyclingquote und Zertifikate ab. Reporting- und Analysefunktionen sind ebenfalls enthalten.
Alleinstellungsmerkmale: iPoint bietet eine umfassende Lösungsbreite, die Compliance, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft aus einer Hand vereint. Die 20-jährige Erfahrung im Datenmanagement und gesetzlicher Compliance sorgt für hohe Zuverlässigkeit. Das Unternehmen ist in Schlüsselrollen bei der Standard-Pass-Entwicklung (z.B. EU-Batteriepass) involviert.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Großunternehmen (OEMs) und Tier-1-Zulieferer in der Industrie, insbesondere die Automobil- und Elektro-/Elektronikbranche, die Compliance- und Nachhaltigkeitsmanagement betreiben müssen.

Kezzler, mit Sitz in Oslo, Norwegen, wurde 2001 gegründet und ist international tätig. Es hat eine starke Präsenz in Konsumgütern und verpackten Waren, insbesondere Lebensmittel & Getränke, Pharma, Agrar und Chemie, aber auch in Luxusgütern und Automotive.
Technologische Basis: Die Cloud-basierte „Connected Products Platform“ ist für Massenserialisierung und Ereignismanagement konzipiert. Kezzler generiert und verwaltet Milliarden einzigartiger IDs (meist QR- oder alphanumerische Codes) in einer skalierbaren EPCIS-Datenbank. Eine patentierte Secure QR Code-Technologie hilft bei der Echtheitsprüfung.
Kernfunktionen: Die Lösung bietet Serialisierung & Codierung, Track & Trace entlang der Lieferkette, Authentizitätsprüfung zur Fälschungsbekämpfung und Rückruf-Management. Über die Scanbuy-Akquisition (2023) wurden Funktionen für Consumer Engagement und flexible URL-Redirects erweitert.
Alleinstellungsmerkmale: Kezzler ist für seine erprobte Skalierbarkeit bekannt und verwaltet bereits Milliarden von Codes. Die End-to-End-Lösung deckt alles von Code-Druck bis Datenanalyse ab. Die Scanbuy-Akquisition hat das Portfolio um Smart Packaging/QR-Engagement erweitert, was Kezzler zu einem Rundumanbieter für digitale Produktidentität macht.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Hersteller und Markeninhaber in vielen Branchen, insbesondere Supply Chain Directors und Brand Protection Manager, die Serialisierung und Rückverfolgung in großem Maßstab benötigen.

Protokol, mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, wurde 2020 gegründet. Die Gründer bringen umfangreiche Web3-Expertise mit und konzentrieren sich auf Branchen, in denen Blockchain-Mehrwert generiert werden kann, wie Textil/Fashion, Elektronik und Batterien, sowie Luxus/Lifestyle.
Technologische Basis: Protokol entwickelt maßgeschneiderte Blockchain-Lösungen, die bestehende Protokolle (Ethereum, Polygon) oder ARK’s Framework nutzen. Ihre DPP-Lösungen umfassen NFTs/tokenisierte Pässe, Smart Contracts und SSI-Konzepte. Das Angebot ist eher Consulting + Development als ein fertiges Produkt.
Kernfunktionen: Das Unternehmen bietet Blockchain-basierte Digitale Produktpässe, die Eigentumszertifikate in einer Wallet speichern und unveränderliche Historien von Produktlebenszyklus-Ereignissen gewährleisten. Es betont Produkt-Authentizität und Fälschungsbekämpfung. Protokol kann auch DeFi/Tokenomics-Modelle designen, um Anreize für Recycling zu schaffen.
Alleinstellungsmerkmale: Protokol zeichnet sich durch seinen „Blockchain-first“-Ansatz aus, der zukunftssichere digitale Echtheitszertifikate und globale Interoperabilität in dezentralen Netzwerken ermöglicht. Kreative Ansätze wie der DPP als NFT, der dem Kunden ein Ownership-Erlebnis bietet, sind möglich. Es bietet flexible Consulting-Services zur Strategieentwicklung und technischen Umsetzung.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Unternehmen, die proaktiv Web3 einsetzen wollen, Innovationschefs und CEOs zukunftsorientierter Firmen, die bereit sind, in eine eigene Lösung zu investieren.

PSQR, mit Sitz in Kopenhagen, Dänemark, wurde 2016 gegründet. Das Unternehmen richtet sich an Unternehmen und Behörden, die Track&Trace-Systeme im großen Stil benötigen, mit starker Präsenz in regulierten Industrien wie Tabak (EU-Tabakrichtlinie), Pharma, Lebensmittel/Getränke und Textil.
Technologische Basis: Der Kern ist eine hochskalierbare EPCIS-Datenbank (Saga), optimiert für Massendaten (über 25 Mrd. Items p.a. werden getrackt). Der Technologie-Schwerpunkt liegt auf Performance und Interoperabilität. PSQR nutzt Standard-Datenbanken und eigene Softwarearchitektur, ist Cloud-agnostisch und bietet eine Saga Mobile App. Es gibt keine Blockchain; stattdessen absolute Fokussierung auf GS1-Standards (EPCIS, CBV).
Kernfunktionen: PSQR bietet Supply Chain Event Management zur Erfassung, Speicherung und Auswertung logistischer Ereignisse pro Seriennummer. Es stellt Track&Trace-Portale für Behörden oder Hersteller bereit, ermöglicht Alarmierungslogik bei abnormalen Mustern und verwaltet Seriennummern-Pools. Saga kann das Rückgrat für einen Digitalen Produktpass bilden, indem es alle Lebenszyklusdaten bereithält.
Alleinstellungsmerkmale: Führend in Performance & Datenvolumen, hat PSQR seine Leistungsfähigkeit in großen Track&Trace-Systemen (z.B. EU-Tabak) unter Beweis gestellt. Durch strikte Standardtreue (GS1, EPCIS) ist die Lösung vollständig interoperabel. PSQR agiert oft als „Hidden Champion“ und wird als White-Label in Partnerlösungen integriert.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Regierungen/Behörden für nationale Track&Trace-Systeme und Großindustrie-Konsortien sowie Einzelkonzerne, die eigene globale T&T-Infrastrukturen aufbauen.

Scantrust, mit Sitz in Lausanne, Schweiz, wurde 2014 gegründet und hat weitere Büros in Shanghai und Bangkok, mit starkem Asien-Fokus. Das Unternehmen zielt auf global agierende Marken ab, die Markenschutz, Lieferkettentransparenz oder Verbraucherinteraktion benötigen.
Technologische Basis: Die Cloud-basierte „Connected Packaging Plattform“ nutzt patentierte sichere QR-Codes mit eingebetteter Grafik, die schwer kopierbar sind. Das Backend ist eine mehrmandantenfähige SaaS, die QR-Kampagnen, Landingpages und Track&Trace-Daten verwaltet.
Kernfunktionen: Die Plattform bietet QR-Code-Generierung & Management, Anti-Counterfeiting durch Verifizierung jedes Scans gegen die Datenbank. Consumer Engagement wird über einen integrierten Landing Page Builder ermöglicht. Track&Trace-Funktionen erlauben die Nachverfolgung von Warenbewegungen und die QR-Landingpages können auch als Digitale Produktpässe dienen, inklusive regulatorischer Pflichtangaben.
Alleinstellungsmerkmale: Die patentierte sichere QR-Technologie mit Kopierschutz ist ein Hauptunterscheidungsmerkmal, besonders attraktiv für hochpreisige und fälschungsgefährdete Produkte. Scantrust ist ein One-Stop-Shop für Connected Packaging, der QR-Erstellung, CMS für Inhalte, Anti-Fraud und Supply-Chain-Trace vereint.
Stärken:
Schwächen:
Zielgruppen: Markenhersteller jeder Größe, Brand Protection Manager und Marketing Manager, die Markenschutz, Lieferkettentransparenz und Verbraucherinteraktion über intelligente Verpackungen verbinden möchten.
Die Wahl des richtigen DPP-Anbieters hängt stark von der individuellen Strategie, der bestehenden IT-Landschaft und den Prioritäten eines Unternehmens ab.
Das Angebot an EU Digital Product Passport Tools wächst schnell – von spezialisierten Lösungen wie Circularise über standardnahe Anbieter wie Kezzler bis hin zu Plattformen, die Compliance mit Endkundenerlebnis kombinieren, wie sqanit oder Narravero. Gerade deshalb lohnt sich ein strukturierter Vergleich von Arianee mit anderen DPP-Tools, um den besten Fit für Strategie, Budget und technische Infrastruktur zu finden.
Key Takeaways:
Was häufig übersehen wird
Bei aller Begeisterung für innovative Funktionen und Technologien ist es entscheidend, dass der Digitale Produktpass nur so gut sein kann wie die Daten, die in ihn einfließen. Viele Unternehmen unterschätzen den Aufwand, Daten zu konsolidieren, Lücken zu schließen und Verantwortlichkeiten für die Datenpflege zu klären. Die beste DPP-Plattform nützt wenig, wenn die Materialzusammensetzung unvollständig erfasst ist oder die Aktualisierung von Reparaturdaten nicht sichergestellt wird.
Unser Rat
Parallel zur Auswahl des passenden DPP-Tools ist es unerlässlich, die unternehmensinternen Prozesse und Datenquellen auf DPP-Tauglichkeit zu prüfen. Klären Sie, wer welche Informationen liefert, wie oft Daten aktualisiert werden und welche internen Verantwortlichkeiten bestehen. Nur so kann der Digitale Produktpass seinen vollen Nutzen entfalten, Mehrwert schaffen und tatsächliche Transparenz und Vertrauen gewährleisten. Die Transformation zum DPP ist daher nicht primär ein IT-Projekt, sondern ein strategisches Vorhaben, das die gesamte Wertschöpfungskette und Kundenbeziehung betrifft.n IT project – it’s a strategic transformation that spans your entire value chain and customer relationship.
Warum sich 30 Minuten lohnen
Ergebnis: Am Ende des Calls wissen Sie genau, welche ersten Schritte den größten Hebel haben – und ob bzw. wann sqanit dafür der passende Partner ist.
Welche Alternativen gibt es zum Digital Product Passport von Narravero?
Narravero ist besonders stark in der Kombination aus regulatorischer Compliance und interaktiver UX für B2C- und markennahe Anwendungen. Je nach Anwendungsfall gibt es jedoch passende Alternativen:
Welche Anbieter von Digitalen Produktpässen sind mit den EU-Vorschriften konform?
Mehrere Anbieter sind ausdrücklich auf die EU-Vorschriften ausgerichtet:
Gibt es eine günstigere Alternative zur DPP-Software von Narravero?
Narravero bietet ein modulares Angebot mit beratungsintensiven Modulen, jedoch keine öffentlich einsehbare Preisstruktur. Für kosteneffizientere Einstiege kommen folgende Anbieter infrage:
Wie schlägt sich Narravero im Vergleich zu anderen DPP-Tools?
Narravero ist ideal für Unternehmen, die den Digitalen Produktpass mit digitalen Services, Storytelling und Kundeninteraktion verbinden möchten:
Können kleine Hersteller erschwingliche DPP-Lösungen implementieren?
Mehrere Anbieter bieten DPP-Software für KMUs an:
Auf welche Kriterien sollte ich bei einem Anbieter von Digital Product Passports achten?
API (Application Programming Interface)
Eine Programmierschnittstelle, die es verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen
Blockchain
Eine dezentrale und unveränderliche Technologie zur Speicherung von Daten in Blöcken, die kryptografisch miteinander verkettet sind. Sie wird oft für die fälschungssichere Dokumentation von Transaktionen oder Produkthistorien verwendet.
Digitaler Produktpass (DPP)
Ein digitaler Datensatz, der wichtige Informationen über ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg sammelt und bereitstellt, z.B. zu Herkunft, Materialien, Reparaturen und Recycling. Er ist oft eine Reaktion auf EU-Regulierungen.
EPCIS (Electronic Product Code Information Services)
Ein globaler GS1-Standard für den Austausch von Ereignisdaten in der Lieferkette, um den Weg von Produkten lückenlos nachvollziehen zu können.
ESPR (EU Sustainable Products Regulation)
Die EU-Verordnung für nachhaltige Produkte, die unter anderem die Einführung des Digitalen Produktpasses für bestimmte Produktgruppen vorsieht und Umweltaspekte betont.
GS1 Digital Link
Ein globaler GS1-Standard, der eine Brücke zwischen physischen Produkten und digitalen Informationen im Internet schlägt, oft über QR-Codes, die zu produktindividuellen Landing Pages führen.
Interoperabilität
Die Fähigkeit verschiedener Systeme, Produkte oder Anwendungen, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen.
IoT (Internet of Things)
Ein Netzwerk physischer Objekte, die mit Sensoren, Software und anderen Technologien ausgestattet sind, um Daten über das Internet mit anderen Geräten und Systemen auszutauschen.
MES (Manufacturing Execution System)
Software, die Produktionsprozesse in Echtzeit überwacht und steuert, um Effizienz, Qualität und Rückverfolgbarkeit in der Fertigung zu optimieren.
NFC (Near Field Communication)
Eine drahtlose Kommunikationstechnologie, die den Datenaustausch über kurze Distanzen (wenige Zentimeter) ermöglicht, oft für kontaktloses Bezahlen oder Identifizierung (z.B. an Produkten)-
NFT (Non-Fungible Token)
Ein einzigartiger digitaler Vermögenswert, der auf einer Blockchain gespeichert ist und Besitz, Echtheit oder bestimmte Rechte von digitalen oder physischen Objekten repräsentieren kann.
OEM (Original Equipment Manufacturer)
Ein Unternehmen, das Produkte oder Komponenten herstellt, die dann von einem anderen Unternehmen unter dessen Markennamen vertrieben werden.
Proprietäres Datenmodell
Ein Datenmodell, dessen Spezifikationen und Nutzungseinschränkungen vom Entwickler oder Eigentümer kontrolliert werden und nicht öffentlich sind.
RFID (Radio-Frequency Identification)
Eine Technologie, die Radiofrequenzwellen nutzt, um Informationen von einem Tag zu lesen, der an einem Objekt angebracht ist, oft zur Identifizierung und Nachverfolgung von Produkten oder Beständen.
SDK (Software Development Kit)
Eine Sammlung von Software-Tools und Bibliotheken, die Entwicklern zur Verfügung gestellt werden, um Anwendungen für eine bestimmte Plattform, ein bestimmtes System oder eine bestimmte Dienstleistung zu erstellen.
Smart Contracts
Selbstausführende Verträge, deren Bedingungen direkt in Code geschrieben sind und auf einer Blockchain gespeichert werden, um Transaktionen automatisch und manipulationssicher auszuführen.
SSI (Self-Sovereign Identity)-Konzepte
Ein Identitätsmanagement-Modell, bei dem die Nutzer die volle Kontrolle über ihre digitalen Identitäten und die damit verbundenen Daten haben und selbst entscheiden, wann und mit wem sie diese teilen.
SVHCs (Substances of Very High Concern)
Besonders besorgniserregende Stoffe, die in der EU-Chemikalienverordnung REACH gelistet sind und deren Verwendung reguliert oder eingeschränkt ist.
Tamper-proof Labels
Manipulationssichere Etiketten, die sichtbar machen, wenn versucht wurde, sie zu entfernen oder zu verändern, oft zum Schutz vor Fälschungen.
Token / Tokenisierung
Die Umwandlung eines physischen oder digitalen Vermögenswerts in einen digitalen Token auf einer Blockchain. Der Token repräsentiert dann den Besitz oder bestimmte Rechte am Vermögenswert.
Track & Trace
Die systematische Erfassung und Nachverfolgung von Produkten über alle Stufen der Lieferkette hinweg, um deren Herkunft, Standort und Bewegung jederzeit transparent zu machen.
Verifiable Credentials (VCs)
Digitale Nachweise, die kryptografisch gesichert sind und es einer Partei ermöglichen, eine Behauptung über sich selbst oder ein Objekt gegenüber einer anderen Partei zu beweisen, ohne unnötige Informationen offenzulegen.
Web3
Die nächste Generation des Internets, die auf dezentralen Technologien wie Blockchain basiert und den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten und Inhalte geben soll, oft mit Fokus auf digitale Besitzrechte und Tokenisierung.